Krise - Ende oder Entscheidung?

June 5, 2016

 

Was heißt es für einen Menschen, wenn eine Krise das Leben trifft? Wie ein Meteoriteneinschlag? Totalschaden. Ohne Hoffnung, ohne Idee. Zumindest nicht im ersten Moment.Wenn dann die Krise vorbei ist, dann ist der Blickwinkel ein anderer.

Aber was hilft das im Moment?

Gehen Sie heute mit mir auf eine Reise. Stellen Sie sich vor, dass Ihr Leben sich radikal ändert. Radikal. 50% weniger Gehalt, mehr Ausgaben, ein Kredit. Freunde, die einfach wegbrechen. Familie, die nur dem Schein nach diesen Namen verdient. Eine Beziehung, die in die Brüche geht. Das Unternehmen geht Konkurs. Eine Idee, die Sie in diesen Schlamassel, in das vermeintliche Desaster geführt hat.

Denn was immer Sie im Moment durchstehen müssen, es dient Ihnen und entspricht Ihrer eigenen, wahren Entscheidung.

Radikal, oder?

Gehen Sie mit mir auf eine Reise. Was heißt Leben? Leben ist Entwicklung, das allein unterscheidet es vom Tod. Sehen Sie sich an, was dieses Leben ausmacht: das Ende einer Schwangerschaft ist die Geburt eines neuen Lebens, das Ende einer Beziehung ist der Anfang einer neuen – und sei es zum ersten Mal mit sich selbst zu sein. Das Ende von Gesundheit ist Krankheit. Das Ende von Krankheit macht uns frei.

Leben ist Entwicklung. Und wenn wir jetzt am Anfang dieser Reise namens Entwicklung stehen, was brauchen wir? Wie lautet das Ticket, das Losungswort, um in diesen Club der Glücklichen, der wahrhaft Erfolgreichen, aufgenommen zu werden? Es lautet: Veränderung.

Manches Mal braucht es die Veränderung um zu sehen, dass das was wir haben „eh paßt“. Oder das Leben sagt: „Hey, jetzt aber! Die sanfte Ermunterung wolltest Du nicht hören, hier ist der Fedehandschuh, nachdem Du gerufen hast.“ Denn das ist die harte Wahrheit hinter der Krise: sie läßt uns keine Wahl – sie ist die Wahl.

Sie ist die Wahl, die wir nicht wahrhaben wollten. Sie taucht auf, wenn wir uns bewähren müssen. Jede Schularbeit ist eine Krise – aber wer Matura machen will, muss da durch. Und so ist es im Leben auch.

Natürlich ist das unfair. Es ist aufreibend. Unnötig. Ich will das nicht. Ich kann das nicht. Wie soll ich das schaffen?

Alles menschlich. Alles normal. Nach einiger Zeit des Beschwerens wird es notwendig sein, sich zu stellen. Seinen tiefsten, innersten Wahrheiten. Dem Ego, das uns davon abhält. Den Abwehrmechanismen. Der Angst. Der Verzweiflung. Dem Zorn.

Dann stellt man sich wieder in den Fluss, beginnt wieder zu leben. Was einen durch die Krise führt? Manchmal nichts, manchmal ist alles was uns bleibt so wenig, dass wir gar nicht wissen, warum wir weitermachen. Durchhaltevermögen oder Trotz. Wenn die Reise in dieses Tal führt, dann weil wir vergessen haben, wofür es sich zu leben lohnt. Es ist egal, ob es schon da ist. Es gibt etwas in uns, das uns erfüllt. Glücklich macht, frei. Das uns pulsieren läßt vor Kraft. Das sich einfach gut anfühlt, auch morgens um 5.

Deswegen ist Veränderung in Unternehmen so oft ein Himmelfahrtskommando. Weil es all diese Reaktionen und Emotionen auslösen kann und wird. Weil man oft alles, was die Sache betrifft, bedacht hat aber darauf nicht vorbereitet ist.

Egal ob beruflich oder privat. Manchmal muss man da durch. Alleine sein muss man dabei aber nicht. Schreiben Sie mir, wenn dieses Thema bei Ihnen brennt. Oder googeln Sie nach einer Hilfe, die Ihnen wieder Kraft schenkt.

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