Ritter & Liebe

VON DEN EDLEN WERTEN UND DER BEZIEHUNG

Beziehungen sind ein Geschenk der Götter und können im Handumdrehen in etwas verwandelt werden, das wieder schön, befruchtend, und befreiend ist. Dieser Blogeintrag erinnert an die glorreichen Zeiten von Beziehungen und bildet Brücken zwischen damals und heute, damit – so Gott will – das, was beinahe verloren ist, wieder bekannt, gelebt und erstrebenswert wird. Diese Zeilen erinnern jeden an die feinen, zarten Nuancen von Beziehungen. Die sind, trotz aller Schönheit und Liebe, untergegangen. Dieser Eintrag ist weder eine Warnung noch eine Rüge. Er ist eine Botschaft and die Herzen, Persönlichkeiten und Ihr Beziehungsfeld. Mögen Sie gesegnet sein mit Verbindungen, die sie glücklich machen, bereichern, und Ihre Individualität schätzen. 

Einsamkeit ist der einzige Partner, den viele Menschen kennen. Die Konstante, die sie haben, aber sich nie gewünscht haben. Für wenige ist Einsamkeit eine bewusste Entscheidung. Ich höre von vielen Menschen, wie sehr sie sich nach einer Beziehung sehen und von vielen anderen, wie sehr sie eine Beziehung ablehnen. Wer versteht, was Beziehung ist, fällt weder in die eine noch in die andere Kategorie. Denn Beziehung ist eine Verbindung, die über die Materie hinausgeht. Sie ist mehr als ein warmer Körper im selben Bett oder leuchtende Kinderaugen. Sie ist die Verbindung, die wegen des armen Körpers und wegen der leuchtenden Kinderaugen in unseren Herzen entsteht. 

Herz, Beziehungen, Umwelt, und die Verwirklichung der eigenen Persönlichkeit, das gehört alles zusammen. Es gehört zusammen. Zusammen. 

Es soll jetzt wieder Ihr, Dein, mein, unser Ziel sein, all diese Aspekte zu leben, zu beleuchten. Zu hegen und zu pflegen. Es ist endlich wieder Zeit, Beziehungen zu kultivieren. Umarmungen nur mit Menschen zu tauschen, die man liebt und mit diesen Geliebten dafür regelmäßig und warmherzig. 

Aber es gibt doch so viele Beziehungen, so viele Weltverbesserer werden Sie jetzt sagen. Ja, doch wie sagte es eine liebe Desingerfreundin kürzlich: weißt Du so eine Liebe, wo er … whuu… einfach … das gibt es heute gar nicht mehr. Sind alle Beziehungen Lügen? Nein, sie sind nur abgeflacht, abgeflaut und nutzen oder kennen nicht die feinen Aspekte, die jede Beziehung so besonders macht. Ist das wichtig? Ja, es ist jetzt wieder wichtig, weil die Energien sich geändert haben und die Menschheit sich mit ihr.  

Was einst jeder wusste

Einst war Liebe das größte Geschenk, das ein Mann erhalten konnte. Er war geehrt, so bewegt, so sorgsam, so beeindruckt, in Mark und Bein bewegt von dieser Frau. Er machte ihr den Hof, umwarb sie und schmiedete gemeinsam mit ihr Pläne für die Zukunft. Sie war seine Welt, seine Zukunft, sein ein und alles und ihr legte er seine Welt zu Füßen. Es gab keinen Zweifel, weder in seinem Verstand noch in seinem Herzen. Er musste nicht nachdenken, ob er vielleicht irgendwann um ihre Hand anhalten würde. Er war sicher. Und er musste sie davon überzeugen, dass er der richtige Mann für sie war.

Einst hatte eine Frau die Möglichkeit, die Ruhe, einzuatmen und sich den Charakter eines Mannes sehr genau anzusehen, bevor sie ja sagte. Sie wusste, er würde hartnäckig bleiben, weil er ein Ziel hatte: der Mann zu sein der es wert war, den Rest ihres Leben mit ihm zu verbringen. 

Einst sahen heranwachsende Kinder wie ihre Eltern etwas erschufen, eine Leben und eine Zukunft basierend auf Liebe, Vertrauen, Werten und gemeinsamen Zielen. Sie lernten durch Osmose wie man ein gutes Leben führt, und wie die feineren Aspekte von Gemeinschaft funktionieren: mit Respekt, Grenzen, der höchsten Achtung für die Individualität jedes einzelnen. 

Finetuning 

Wenn wir an Beziehungen denken, denken wir of an Liebe, oder Lust. An Elternschaft. Mama oder Papa sein. Was ist denn eine Beziehung? Eine Beziehung ist die selbe Magie die eine Blume zum Blühen bringt, ist die liebende Energie, die Leben in Bäume haucht und neues Leben schafft. 

Eine Beziehung ist so viel mehr als zusammen zu leben. Der Spaß und die Farben, die eine Frau in das Leben eines Mannes bringt. Die Wertschätzung, die man seinem eingleisigen zielorientierten Verstand entgegenbringt. Der zarte Kuss, den man de, anderen gibt, bevor man das Haus verlässt und wenn man wieder kommt. Die Arbeit, die es braucht, damit man die Feinheiten und Nuancen spürt und um eine Welt zu erschaffen, die die Bedürfnisse aller Stammeszugehörigen berücksichtigt. 

Diese Feinabstimmung in Beziehungen und das Wiederbeleben bewährter Ideen haben nichts mit hoffnungsloser Romantik zu tun. Es geht um’s Überleben. Wir marschieren am Freitag für unsere Zukunft (Fridays for Future) und werfen am Samstag die Coladose aus dem Autofenster oder den Zigarettenstummel auf den Boden. Wir marschieren für die Zukunft, aber damit wir zu dem Treffpunkt gelangen fährt jeder in seinem Auto, selbst, allein. Weil es aus der mOde gekommen ist sich fix zu verabreden. 

Wir feiern Hochzeiten als gäbe es kein morgen. In manchen Ländern sieht man enorme Schulden als kleinen Preis für die Traumhochzeit. Zeit und Energie die man besser darauf verwenden könnte die gemeinsame Zukunft zu planen, eine Vision zu entwickeln, eine Mission. Denn was ist es denn, was Sie als Paar erreichen wollen? Familie, reisen, Sonntagsessen? Möchten Sie während des Frühstücks lesen oder reden, planen, lachen? 

Ein facebook Post ist keine Beziehung, noch nicht einmal Kommunikation. Es ist ein Plakat, ein Poster, eine Nachricht an Massen in der Hoffnung, das jemand sich angesprochen fühlt. Man kann nich so viel liken und kommentieren, doch nichts davon wird je das Gefühl von Freundschaft, Vertrauen oder Liebe so vermitteln wie es direkte, persönliche Kommunikation kann. Oder eine Umarmung. Oder jemanden anzurufen, weil man fühlt, dass er einen Freund gebrauchen könnte. 

Denken Sie an die Freunde, die sich in schönen und schweren Zeiten bewährt haben. Sind das die, die Sie regelmäßig treffen oder ist das jemand, mit dem Sie online verbunden sind?

Es ist Zeit, dass wir einander wieder wertschätzen. Es ist Zeit die Unterschiede zu sehen, se zu feiern und im täglichen Leben darauf Rücksicht zu nehmen. Es ist Zeit, dass wir die Magie in der blühende Rose sehen, die Energie spüren, die einen Samen sprießen lässt und erkennen, dass eben diese Energie es ist, die uns, Beziehungen, Familien und die Welt bewegt.  

Feinheiten und Nuancen

Technologie – so sehr ich sie auch liebe – muss durch echte, natürliche Gefühle ausgeglichen werden. Die lautstarken und die leisen, die groben und die feinen. 

Es sind diese feinen Frequenzen die man leicht ignoriert, vergisst oder überhört. Insbesondere in Beziehungen: manche geben zu viel, andere zu wenig. Anmaßung, Überforderung, Grenzüberschreitung und unangemessenes Verhalten treffen auf Kälte, Gleichgültigkeit oder die fürchterlichste Form der Liebe: die Unentschlossene.

Nie habe ich Menschen gesehen, die schwerer oder tiefer im Herzen verletzt wurden als jene, deren Geliebte/r sagt: Ich kann nicht. Ich werde nicht. Für die Kinder ist es besser so. Es ist einfach nicht der richtige Zeitpunkt.

Und niemand ist einsamer als jene Menschen, die in ihren Beziehungen ignoriert werden, in Beziehungen, die sie eigentlich nähren sollten. Wenn Bedürfnisse ignoriert oder wegargumentiert werden. 

Logik, die grausame Logik, killt Liebe und Leben. 

Subtil und sanft. Leise und malerisch. Die kleinen Gesten und die subtilen Veränderungen. In einer Krise ist Zusammenhalt leicht, weil lebensnotwendig. Werden wir nach der Krise noch wissen, dass Liebe lebensnotwendig ist?

Höre und fühle

Die Energie, die Leben in die Blume haucht und sie zum Erblühen bringt ist fein, kaum spürbar. Ein Wunder. Eine Macht. Dieselbe wundervolle Energie braucht es heute um eine Beziehung zu führen. 

Wertschätzung, Respekt, Fürsorge, Zärtlichkeit, Grenzen, Arbeit, um nur einige zu nennen, sind notwendig, damit Beziehungen funktionieren. Und die Quelle all dessen ist Individualität: ihre und die ihrer Familienmitglieder. 

Diese feine subtile Energie ist schwer in Worte zu fassen. Sie soll erlebt werden. Sie soll kultiviert, erlernt und trainiert werden. Sie liegt in den kleinen Gesten, zum Beispiel darin mit den Fingerspitzen zärtlich über die Wange der geliebten Person zu streichen und dabei völlig offen zu zeigen, wie bewegt, erschüttert, verliebt und ergriffen man ist. Zu wissen, wie der andere den Tee trinkt und ihn richtig zuzubereiten. Eine Blume zu betrachten und Verständnis zu erhalten. Dieses Gefühl bedeutet sich bewusst zu sein dass wir alle verletzlich, verbunden und bedürftig sind. 

Jede Zeit ist die richtige Zeit das Essentielle zu überdenken. Was Sie brauchen und was Sie wirklich geben wollen. Schalten Sie das Telefon aus, gehen Sie offline und atmen Sie tief ein, nehmen Sie ein Bad. Oder erfinden Sie etwas. Versuchen Sie zu spüren, was die Menschen, die um sie sind, brauchen, die lauten Bedürfnisse und die leisen, feinen, die die unbedeutend scheinen. Es ist in dieser Wahrheit, am Grund der Seele und der Herzen, wo die größte Freude liegt und die größten Schmerzen. Das Feine nicht zu sehen, heißt den anderen nicht zu verstehen. Doch jeder kann den Herzensweg gehen, mutig sein, sich befreien und wird sich so am Leben erfreuen.