Verbindung

VERBINDUNG
Das ewige Netz, das gemeinsame Wirken 
des einen Schwächen sind des anderen Stärken
brillant ist das ewige Verweben
zu verstehen, zu verbinden, das ist leben


die ewigen Zeiten der Isolation
doch wer gewinnt denn dabei schon
der, der kontrollieren will
der, der sich über andere erheben will


im Netz verwendet die Materie den Geist
erkennt den der selbstlos ihr den Weg erweist
das Netz hat für alle einen Platz
und alles strebt zum Innen, dem ewigen Schatz


sich mit der eigenen Ebene zu verbinden
nicht in der Masse zu verschwinden
sich zu einen mit dem Einen
sich dennoch nie das Selbst verneinen


verbunden mit dem Schöpfer der Welt
dem, der alle Fäden zusammenhält
um sich dabei selbst zu erkennen
sich und Gott beim Namen zu nennen

Freude eine Geisteshaltung

Freude, eine Geisteshaltung

Freude, schöner Götterfunken
Tochter aus Elysium
wir betreten feuertrunken,
Göttliche, dein Heiligtum

So beginnt Friedrich von Schiller sein, mittlerweile zu sehr viel Ruhm gelangtes, Gedicht. Heute ist doch ein guter Tag, über dieses göttliche Geschenk nachzudenken.

Freude ist der Antrieb, die Feder, die in jedem Leben für den richtigen Schwung sorgt. Ein göttliches Prinzip, das den Menschen Kraft verleiht und ihm die Flügeln gibt, die er für die Erreichung seiner Träume braucht.

Das Leben verteilt große und kleine Geschenke, doch wer das Kleine nicht ehrt, ist das große nicht wert. Deswegen kann es schon sein, dass die eine oder andere vom großen Glück verschont bleibt. Aber wie soll das auch gehen? Das Große entsteht aus dem Kleinen, deswegen sind Dankbarkeit, Demut und Achtsamkeit wesentliche Voraussetzung für Freude.

Gründe, sich zu freuen

Sie könnten sich freuen, weil Sie eine Frau sind. Das ist in vielerlei Hinsicht wunderbar: Sie können viele Dinge gleichzeitig tun. Sie können launisch sein. Sie dürfen Emotionen zeigen. Sich mit den schönen Dingen zu beschäftigen schadet nicht Ihrem Ruf als „echter Kerl.“ Sie können weinen. Sie haben Rundungen. Sie haben ein bezauberndes Lachen. Schöne Finger. Sie sind eine Frau. Sie schätzen die kleinen Dinge des Lebens.

Sie können sich freuen, weil Sie ein Mann sind. Weil Sie Ihrer Frau Halt und eine starke Schulter bieten, weil Sie zielgerichtet denken und Ihnen nicht tausend Gedanken gleichzeitig durch den Kopf schwirren, weil Sie romantisch und ein echter Kerl sind… 🙂

Wenn Sie sich an den sogenannten kleinen Dingen im Leben nicht freuen, könnte es sein, dass Sie dem Prinzip der Dankbarkeit mehr Achtung schenken sollten. Dankbarkeit und Demut, ein unschlagbares Duo. Das eine bringt uns das Lachen, das andere sorgt dafür, dass wir nicht auf Kosten anderer lachen.

Seien Sie dankbar für die kleinen Dingen im Leben: die ersten Sonnenstrahlen, oder einfach dafür, dass Sie gesund sind. Am Leben sind. Kein Beatmungsgerät brauchen. Sie leben, um Himmels willen. Wenn Sie sich hinsetzen und mal in Ruhe drüber nachdenken, werden Ihnen viele Dinge einfallen, für die Sie dankbar sein können, oder müssen.

Gesundheit, die Familie, die sich sorgt, die Freunde, die für Sie da sind. Die Arbeit, die Wohnung. Dass Sie in einem Land leben, in dem Friede herrscht. Dass Sie eine Heizung haben. Oder Blumen auf dem Balkon.

Und dann verrate ich Ihnen noch den Trick – mit dem Hüftknick. Bereit? Setzen Sie sich hin. Ziehen Sie Ihre Mundwinkel nach oben, in Richtung Ihrer traumhaften Augen. Ziehen, noch ein Stück, bis Ihr Mund die Form eines Lächelns erreicht. Bleiben Sie so.

Wenn Ihnen gar nicht zum Lachen ist, und Sie diesen Trick für 10 Sekunden anwenden, zieht ihr Hirn nach. Es geht nämlich davon aus, dass Sie glücklich sind, weil Sie ja lächeln. Und schon schüttet es haufenweise Botenstoffe aus, die dem ganzen das Sahnehäubchen aufsetzen.

(c) Dr. Verena Radlingmayr, 2016

Spieglein, Spieglein

Spieglein, Spieglein – ist Die Welt tatsächlich unser Spiegel?

Spiegelgesetz? Was Freunde von Feinden unterscheidet und warum Resonanz nicht der Schlüssel zu allem ist. Kennen Sie das Sprichwort: „Wie man in den Wald hinein ruft..?“ Es ist ein Sinnbild für Resonanz, die in den letzten Jahren für fast alles herhalten musste – egal, welches Problem sich einen in den Weg stellt, es ist immer ein Spiegel. Nicht die Welt ist schlecht, sondern wir…????

Ich bin sicher, dass Sie ein wunderbarer Mensch sind. Manchmal kann es sein, dass die Welt Ihnen einen Spiegel vorhält, der gar nicht dem entspricht, was Sie ausmacht. Liegt vielleicht gar nicht an Ihnen, sondern am Spiegel. Wenn Sie jemals in einer Studenten-WG gekebt haben, wissen Sie wahrscheinlich, was ein schmutziger Spiegel ausmacht. Und doch gibt es diese Lehre, das alles Übel uns selbst entspringt.

Mir scheint dies ein sehr einseitiger Zugang, der den Menschen vor allem eines bringt: ein Stop-Schild auf dem Weg. Denn nichts anderes ist es, wenn vermeintliche Resonanz Sie dazu bringt sich zu verbiegen.

Stellen Sie sich vor, was aus Ihrem Bild wird, wenn es verzerrt wird durch Mißgunst, durch Neid oder Zwietracht. Was, wenn die anderen so parterre sind, dass sie Ihre Schönheit, Ihren Lebensstil, Ihr Leuchten nicht anerkennen wollen oder können?

Was, wenn diese Menschen über all die Jahre gelernt haben, sich anzupassen. Sich anzupassen um zu überleben, sich anzupassen um dazu zu gehören. Sich anzupassen, um nicht erfolgreich zu sein? Sich anzupassen, um dem Schmerz standhalten zu können. Einen Teil ihres Ichs abgegeben haben – aus purer Lust am Leben? Was wenn irgendetwas oder irgendjemand sie so bedroht hat, dass Sie nur eine paradoxe Wahl hatten: sterben oder halb sterben?

Es gibt viele Gründe, warum wir unseren innersten Kern nicht leben: Angst, Erziehung, Religion, tatsächliche Gefahr. Sie machen uns zu halben Menschen, schlechten Kopien unser Selbst.

Halbe Menschen sind kein Spiegel.

Sie sollten uns Warnschilder sein – laute Sirenen, die uns daran erinnern, dass es Stärke, Mut, Hingabe und einer Prise Verrücktheit bedarf um ein leuchtendes Beispiel eines wahrhaft glücklichen Menschen zu sein.

Echte Freunde wollen uns dann immer noch – wenn wir glücklich sind und alles erreicht haben, oder alles aufgeben um aufzubrechen oder einfach nur etwas Neues ausprobieren.

Echte Freunde geben und nehmen. Sind da, wenn Sie sich freuen und wenn Sie am Boden zerstört sind. Diese Menschen kennen Ihre Grenzen und respektieren Sie. Nicht aus Angst – aus Anstand.

Wenn Sie solche Menschen nicht um sich haben, verzweifeln Sie nicht. Es gibt Sie und manchmal schießen sie einfach aus dem Boden – ohne dass Sie recht wissen, wie Ihnen geschieht. Auf einmal sind sie da, starke Eichen, die wirklich mit Ihnen, mit Ihrem Seelenkern in Resonanz gehen. Echte Verbündete sind die mächtigsten, besten Begleiter, vor während und nach dem Sturm. Eine Schutzmacht, die Ihresgleichen sucht. In diesem Sinne: möge die Macht mit Ihnen sein!

(c) Dr. Verena Radlingmayr schreibt, inspiriert und hilft Menschen den Pfad des Herzens zu gehen,

Beyond horizon-wenn die Welt nicht die Grenze ist

Beyond horizon-wenn die Welt nicht die Grenze ist

Das Ende der Welt – Seefahrer waren sich einst sicher, dass es diesen Punkt gibt. Man fährt und fährt und fährt – und plumps, fällt man über den Rand der Erde, nicht ohne jedoch vorher Ungeheuer zu passieren. Der Mythos des Randes hat sich aufgelöst, jedoch blieb die Angst vor den Ungeheuern, die unsere Grenzen bewachen, die uns böse gesinnt sind, wenn wir das Dahinter entdecken wollen. Und obwohl wir sicher sind, dass die Erde keine Grenzen hat, wollen wir doch, dass sie unserer sicherer Hafen ist – und haben uns selber Grenzen gezogen und Ungeheuer erschaffen. >engl/germ_pdf: BeyondHorizon<

Ungeheuer sind uns bekannt aus Film und Fernsehen – sie stecken in Independence Day, sie pflanzen uns Steuerungschips in den Nacken und als gesichertes Wissen gilt vielen, dass diese Wesen unseren Planeten zerstören. Obwohl wir alle  E.T. und ALF lieb(t)en.

Oder gibt es hier einen Wandel? Im Lauf der Zeit hat sich das Bild des Außerirdischen gewandelt – vom zerstörerischen Eindringling hin zum Begleiter und Freund. Und ganz ehrlich, benötigten wir wirklich Dritte um unseren Planeten zu zerstören? (Stichwort: Ölbohrungen, Umweltverschmutzungen aller Art, Artensterben und Verbrechen an Kindern und Unschuldigen…)

Unsere Welt ist am 21. Dezember 2012 nicht untergegangen – aber warum waren so viele davon überzeugt, dass das Ende der Welt nahte? Vielleicht ist es die Angst vor dem Neuen, die den meisten Seelen anhaftet. Nur wenige sind bereit in ein unbekanntes Land aufzubrechen, glauben an schwachsinnige Träume. Oder denken Sie, dass man all die Andersdenker nicht für schwachsinnig hielt? Columbus, Galilei, Flatley, Gandhi – denken Sie an Ihren Helden, bestimmt hat er nicht das gemacht, was alle anderen tun. Heute sagen wir, er war seiner Zeit voraus, aber damals…

Und trotzdem hat er überlebt. Hätte an seiner Grenze nicht ein Ungeheuer lauern müssen?

Die Menschheit hat immer wieder Phasen der Entwicklung durchlaufen, Phasen der Veränderung, das ist nicht neu. Der aufrechte Gang, die Veränderungen im Körperbau, wer weiß, wie man damals darauf reagiert hat? Stellen Sie sich vor, Sie sind die Erste, die aufrecht geht und ihre Hände freihat. Und zwanzigtausend Frauen beneiden sie, weil Sie sich beim gehen durch die Haare fahren können.

Veränderungen sind nie leicht und immer beginnen sie mit Wenigen und werden erst dann akzeptiert, anerkannt und erkannt, wenn die Mehrheit es geschafft hat, der turn-around von Vielen vollzogen wurde. Doch bis dahin…. Bis dahin hören wir nur Böses vom Wandel, nur Böses vom Neuen.

Sehen Sie sich um – wie sehr hat sich die Welt, ihre Welt, in den letzten Jahren, Schmetterlingsflügelschlägen im Zeitatem der Evolution, verändert? Diese Veränderung vollzieht sich in vielen Bereichen – und es stellt sich die Frage, ob es nicht auch in den Grenzen unserer Welt Verschiebungen geben wird? Wass, wenn die Menschheit nicht, die Erde nicht die Grenze ist?

Wir sind weder die Spitze der Schöpfung noch sind wir allein. So viel Universum für nur 14 Milliarden Bewohner? Das ist unlogisch und daher unwahrscheinlich. Was also wenn? Was wenn die Grenzen über Ihr und mein Vorstellungsvermögen hinaus verschoben werden. Sind Sie bereit? Sind Sie gerüstet? Nicht mit Konserven, mit Werten? Wir wurden nicht ausgelöscht, wir erleben eine Phase der Evolution, die allein mit innerem Wachstum und Wandel vollzogen werden kann.

Es wird entscheidend sein, dass die Menschheit sich an neue Spielregeln des Zusammenlebens gewöhnt, dass sie akzeptiert, dass die „Rules of Life“ das höchste Gut sind, unantastbar und daher jedem widerstreitendem Gesetz jeder Nation vorgehen. Denn was universell gültig ist, kann der Mensch nicht brechen.

Es sind dies Gesetze, die seit jeher gültig sind, die einfach, respektvoll und achtend sind. Es geht dabei um simple Dinge, wie den freien Willen als höchstes Gut oder die Achtsamkeit – sich selbst und anderen gegenüber.

Ein Verbund von Individuen, die sich an diese Gesetze halten, ist bereits im Entstehen. Dies ist kein Verbund von Verbrechern oder Revolutionären, nichts Elitäres, nichts Menschenverachtendes. Es sind friedvolle Entdecker, die bereits Kunde von der neuen Welt haben und diese nun teilen.

Sie stellen sich an die vorderste Front, denn die Spielregeln sind noch nicht anerkannt. Viele werden sie nicht wahrhaben wollen, doch die innersten Seelen wissen bereits. Sie wissen, dass Recht wieder Gerechtigkeit sein muss, dass Werte wieder Bestand haben müssen – und dass dabei kein bestehendes Wertesystem, keine Glaubensrichtung hinter den Grenzen federführend sein wird, sondern allein die Gerechtigkeit des Herzens.

Herzensbildung, Mut und eine übergeordnete, nicht egozentrierte Sicht der Dinge formen diesen Kodex.

Ob die Menschheit bereit ist, das Neue zu entdecken, ist vom aktuellen Standpunkt her nicht mehr relevant, da schon zu viel in Bewegung ist – ein Prozess wurde gestartet und kann nicht mehr zurück genommen werden. Aber es ist ein Anliegen Hilfestellungen zu geben.

Was kann so eine Hilfe sein?

Akzeptanz statt Toleranz – wer den anderen in seiner Art annehmen kann, verspürt nie Neid über oder Angst vor dessen Wachstum oder Veränderung,

sondern Freude über das Erblühen des vollen Potentials.

Mut, Offenheit, Respekt und Achtung.

Sehen Sie über die Grenze Ihres Landes hinaus. Manche Länder sind in Ihrer Erkenntnisentwicklung weiter als andere – und was in Österreich noch absurd erscheint, ist woanders schon anerkannt.

Setzen Sie sich mit Visionen und Visionären auseinander – nicht, um selber einer zu werden, sondern um ein Gespür zu entwickeln. Denn wenn Bekanntes nicht mehr hilft, um Situationen einzuschätzen, müssen wir neu lernen, unsre Intuition zu verwenden, sozusagen als back-up für die Festplatte „Gehirn“. Wenn Intuition Ihnen zur zweiten Festplatte wird, sind Sie gut gerüstet.

Erdung – denn ohne feste, tiefe Wurzeln kann ein Baum nicht wachsen.

Flexibilität, da der Baum im Wind sonst bricht.

Größe – denn innere Größe erlaubt viel Entwicklungspotential, einem selbst und anderen.

Der eigene Weg / das Individuum: Jede Entwicklung der Menschheit vollzieht sich durch das und im Individuum – wenn die Individualität verlorengeht, verliert das Kollektiv. Es ist vielen düsteren Führern gelungen, einheitliches Gedankengut als Weg der Erleuchtung zu verkaufen – doch auch hier beugt sich der Mensch vor den Ungeheuern, die Grenzen bewachen – leider schafft er sich diese Ungeheuer selbst und gibt ihnen Macht über sich. Egal ob weltliche oder religiöse Führer, wenn immer das Kollektiv, die vorgegebene Idee, über das Individuum gestellt wird, die Idee der Masse über den Traum des Einzelnen, hat das System seine Legitimation verloren.

Netzwerke – Netzwerke heller Köpfe, Netzwerke von Individuen, die sich der Idee verschreiben, ohne sich selbst aufzugeben, sind dennoch nötig, denn kein Mensch kann alleine bestehen.

(c) Dr Verena Radlingmayr schreibt, inspiriert und hilft den Weg des Herzens zu gehen

Evolution in die Isolation?

Evolution in die Isolation?

W o h E R bin ich? Wo bin ich zu Hause, woher führt mein Weg und wohin?
 
Entwicklung, und nichts anderes bedeutet Evolution, ist Antrieb der Just-Do-it-Generation. Entwicklung bringt Erfolg, bringt Freiheit – und manchmal auch Einsamkeit oder gar Isolation. Der Sieger bleibt allein? Ist der Preis zu hoch? Oder sehen wir nicht alle Alternativen?

In dieser Zeit, in der wir leben – ist alles möglich. Was wir kannten, wird aufgelöst, was wir aufbauten, wird durchgerüttelt und worauf wir uns verließen verläßt uns.

Just do it war einmal

Manchmal hat man in all dem Trubel nur noch ein Gefühl: dass einem die Felle wegschwimmen. Doch der Schein trügt.

Nie war es so einfach wie jetzt, sein Leben selbst zu gestalten. Allerdings – und darin liegt der Unterschied zur „Just do it“ Kultur der vergangenen Jahrzehnte, brauchen wir dazu ein stabiles Fundament und absolute Ehrlichkeit.

Was sind die Zutaten?

Ein innerer Auftrag, Prinzipien, Prinzipientreue, Akzeptanz statt Toleranz, Hingabe und die Bereitschaft sich selbst immer wieder zu prüfen.

Natürlich läßt sich kaum etwas in so wenigen Worten erschöpfend zusammenfassen – aber die Richtung, die uns diese Zutaten zeigen, sind unser Rüstzeug. Individuen, die sich einer Sache verschreiben, bleiben sich immer treu – aber müssen aufhören, alleine zu sein. Denn Freiheit ist nicht gleichbedeutend mit Isolation und auch nicht mit selbstgewählter Einsamkeit.

Gilden – ein Netz von Individuen

Früher galten Gilden als Gruppen, in denen sich Meister ihres Faches verbanden. Heute verbindet man mit dem Ausdruck nur all zu leicht elitäre Vereine mit unterschiedlichsten Motiven.

Der zweite gängige Ausdruck ist das Netzwerk, ein dritter wäre Seilschaften. Im Vergleich zur Gilde ist ersteres schwächer, zweiteres zu sehr auf die Vorteile einer Gruppe bedacht.

Seit jeher folgt die Menchheit einem Prinzip, das all die Jahrtausende überdauert, da es unser Antrieb ist: Entwicklung. Aktuell schließt man aus vielen verschiedenen Faktoren, dass die Menschheit wieder einen Sprung macht. So entdeckten russische Wissenschafter um Garjajev, dass unsere DNS, vereinfacht gesagt, wie ein Computerchip DAten speichert und das Programm dazu der menschlichen Sprache ähnelt. Gefunden wurde auch DNS für Intuition – etwas, worauf sich vor allem Trendforscher, Sales und Manager verlassen können müssen. Alle Fakten zu kennen reicht nicht.

Auch wir kennen derzeit nicht alle Fakten, die Entwicklung ist vielversprechend. Manche Menschen deren Gehirn bereits nachweislich mehr Regionen aktiviert hat, können nicht mehr als Laune der Natur abgetan werden, da die Anzahl zu signifikant ist. Die Folgen: verbesserte Sinne, mehr Wissen, mehr Kompetenz. Kinder, die mehr wissen als ihre Eltern und ein Grundverständnis mitbringen, um das man sie beneiden könnte.

Das heißt, ähnlich dem Bild des aufrechten Gangs gibt es nun eine Entwicklung, die weniger sichtbar ist, doch nicht weniger einschneidend.

Menschen, die bereits einen Teil dieser Evolution hinter sich haben, stehen mit beiden Beinen fest im Leben, sind nicht besser als andere. Sie arbeiten, haben Familie, Freunde und sind ein wertvoller Teil einer Gemeinschaft. Welches Bild einem auch besser gefällt: die Pille in Matrix oder das Höhlengleichnis – danach ist alles anders und zurück geht nun einmal nicht. Manchmal kann man nicht fassen, wie groß die Unterschiede sind, wie groß die Diskrepanz ist zwischen dem, was die einen wollen, wie sie sind – und wie die anderen.

Doch manche sind einsam. Einsam, weil ihnen ihre Freiheit und ihre Individualität wichtig sind und sie daher schwer Zugang zu Gruppen finden – oder gar keinen Zugang möchten.

Wenn diese Menschen endlich begreifen, dass das Gegenteil von Gruppenich nicht Einsamkeit, dass ein Bündnis die Gleichartigkeit nicht voraussetzt, dass nicht die Andersartigkeit, sondern der Gleichklang der Seele der gemeinsame Nenner ist, werden sie das Geschenk annehmen können. Die Ritter der Tafelrunde waren starke Individuen und stark im Verbund.

Die Aufgabe kann nicht sein, eine neue, losgelöste Elite zu sein, sondern sie muss sein, die Brücken zu jenen, die es schaffen können, offen zu halten. Ein Mitglied der Gilde muss ein Individuum sein, mit Stärken, Schwächen, Fehlern. Aber nicht allein.

(c) Dr. Verena Radlingmayr schreibt, inspiriert und hilft Menschen ihrem Herzen zu folgen

Rapunzel lehrt uns

Was wir von Rapunzel lernen können

Rapunzel, wie viele andere Heldinnen auch, wurde von einer bösen Frau in einen Turm gesperrt. Sie wurde nicht nur vom Leben abgehalten, sondern auch von Liebe, Zuneigung & Selbsterfüllung. Wohl meinte die alte „Godel“, das könne Rapunzel alles von ihr bekommen. 

Aschenputtel wird von der bösen Stiefmutter daran gehindert, ihren ererbten Wohlstand und Status zu genießen. Ihr Vater ist blind gegenüber dem Leid seiner Tochter. 

Und obwohl die beiden keine Wahl hatten, kommt doch das Glück zu ihnen.

Warum? Weil der Prinz den Turm besteigt und Rapunzel befreit? Weil Aschenputtel das richtige Kleid bekommt, um den Prinzen zu bezaubern? Wahrscheinlich nicht.

Für mich sind Rapunzel und Aschenputtel der Inbegriff von starken Frauen. Rapunzel steht nicht jeden Tag am Fenster und fleht den Ritter herbei. Sie hadert nicht mit der Welt. Sie singt. 

Doch als die Liebe – eine Möglichkeit – durch ihr Fenster steigt, ergreift sie sie. Wie mutig muss man sein das zu tun?

Und Aschenputtel ist wahrhaft verletzt. Sie betrauert den Tod der geliebten Mutter und erträgt dennoch tapfer die Ungerechtigkeit. Als sich ihr eine Chance bietet auf den Ball zu gehen, ergreift sie sie. Das ist mutig und stark. 

Und was hat den Prinzen angelockt? Rapunzels Gesang und Aschenputtels demütige Schönheit. Ihr wahres Wesen. Der Prinz in dem Märchen kommt zu der Frau, die wahrhaft. liebend, stark und dankbar ist. Zur Frau, die vertrauensvoll sie selbst ist und Würde und Haltung bewahrt, ein offenes Herz. Rapunzel & Aschenputtel sind starke, mutige Frauen. Sie können ihr Schicksal meistern, Chancen ergreifen und lieben. Sie haben sich in der düsteren Zeit der Einsamkeit die Qualitäten des Herzens bewahrt, ohne Erwartungshaltung. Und am Ende wurden sie reich belohnt.

(c) Dr. Verena Radlingmayr, sie schreibt, hildt, und inspiriert, damit jeder seinem Herzen folgt.

Selbstsicherheit in Kindern

Was Sie heute tun können um morgen ein in sich selbst ruhendes Kind zu haben

Selbstsicherheit ist der Schlüssel zu Erfolg. Ein Schlüssel, den man nicht in die Wiege gelegt bekommt, sondern ein Schlüssel, den Eltern jeden Tag auf’s Neue übergeben. Selbstsichere Kinder sind warmherzig, selbstbestimmt, ehrenhaft und sozial. Sie haben die Basis für dauerhaften, authentischen Erfolg. Was das mit Spiel und Spaß zu tun hat? Alles! Ihr Kind hat es besser, wenn in den ersten Jahren eine solide Basis geschaffen wird Ihr Kind soll erfahren, dass es Ihnen vertrauen kann, dass es geliebt wird und die Sicherheit bekommt, die ein Kind braucht.

  • Liebe & Zärtlichkeit – Ihr Instinkt hat Recht​
  • Aufmerksamkeit – was Spaß an der Natur bewirkt
  • Wachstum – gemeinsam groß werden
  • Grenzen & Hierarchie – für die Königinnen von morgen
  • Spiel – Lachen ist und bleibt die beste Medizin.

Mit diesen fünf grundlegenden Wegweisern helfen Sie Ihrem Kind sich in eine gesunde Richtung zu entwickeln. Dabei ist es nicht wichtig, was bisher war, sondern ob Sie gemeinsam mit Ihrem Kind wachsen wollen. 

Sehen wir uns die einzelnen Punkte im Detail an. 

Liebe und Zärtlichkeit – eine Umarmung sagt mehr als 1.000 Worte

Liebe und Streicheleinheiten sind die Basis für soziale und intellektuelle Entwicklung. 

Omas Gesicht strahlt wenn der Kleine „ei-ei-geben“ kann. Umarmen, streicheln, zärtlich sein, das lehren wir unsere Kinder und die Reaktionen von Oma, Opa & Co geben uns recht. 

Doch das Leben wäre nicht das Leben, wenn es uns nicht einladen würde mitzumachen. Auch wir sollen zärtlich sein, schmusen, liebkosen. Kinder, die unter liebevollen Bedingungen aufwachsen gedeihen in allen Bereichen: sozial, emotional und intellektuell. Wir strahlen die Kleinsten beim Windelwechseln an, machen Essen zum Erlebnis und freuen uns über die phantastischen Ideen beim Spielen. Tee aus Bauklötzen? Herrlich, wie lecker. Was wurde Ihnen zuletzt Phantasievolles serviert?                                               

Sehen Sie? Unser Gefühl leitet uns – und es hat recht, wie wir gleich noch sehen werden. Kinder sollen Liebe haben in Mengen! 

Eltern sind heute wieder Experten für die Bedürfnisse ihrer Kinder. 

Es gab eine Zeit in der Experten – Kinderärzte – bestimmten, was gut für ein Kind ist und was nicht. Heute sind Eltern mehr darauf bedacht selber zu Experten für ihr Kind zu werden. Früher gab es einen ärztlichen Plan der vorsah, wann das Kind zu füttern ist, wann auf Schreie reagiert wird. Und heute? Heute wird der Mutterinstinkt wieder mehr geschätzt, wird Frauen wieder zugetraut, dass sie mehr sein können als Brutkästen. Und auch Väter spüren welche Bedürfnisse ihr Baby hat. Wenn Bedürfnisse gestillt werden, entsteht in Kindern ein Gefühl von Sicherheit und Geliebtsein. Das heißt bei Babies auf Schreie zu reagieren, bei größeren Kindern die Arbeit zu unterbrechen, wenn sie etwas auf dem Herzen haben. Das heißt ihnen klar zu machen, dass wir für sie da sind – und das auch zu sein. 

Kinder wollen geliebt werden – in den ersten Lebenstagen und -monaten ist dabei körperliche Nähe das A und O. Untersuchungen haben gezeigt, dass Kinder, die nicht gehalten und gekuschelt werden, soziale Schwächen haben, aber auch eine eingeschränkte Gehirnentwicklung. Kinder, deren körperliche Gefühle gestillt, deren Bedürfnis nach Liebe und Zärtlichkeit aber ignoriert wird, erleiden schwere Schäden bis hin zu autistischen und selbstzerstörerischen Tendenzen. 

„Liebe und Intuition sind Ihre besten Ratgeber.“

Die natürlichste Sache der Welt, die Liebe von Eltern, braucht keine wissenschaftlichen Studien. Wir wissen es in unseren Herzen. Es ist gut diese Bestätigung zu haben und zu wissen, welch wertvolles Fundament Väter und Mütter legen, indem sie ihr Herz sprechen lassen. 

Und Sie können das auch erleben – sehen Sie hin, wie stolz ein Vater ist, wenn er seine Tochter füttert, seine Tochter, die unbedingt und ausschließlich mit ihm essen will. Und sehen Sie hin, wie die Last vieler schlafloser Nächte und Tage voller Zahnschmerzen sich in nichts auflösen, wenn der Kleine seine Mutter anstrahlt, wie nur Kinder es können. 

Eine bequeme Möglichkeit Zuwendung in Ihren Alltag zu integrieren sind Tragetücher  bzw Tragen. Richtiges Tragen unterstützt die körperliche Entwicklung. Die Nähe schaffte Vertrauen und Bindung, die natürliche Körperwärme und die Bewegung sorgen für ein tief empfundenes Sicherheitsgefühl und Wohlbefinden. 

Aufmerksamkeit – ich sehe Dich und liebe Dich

Aufmerksamkeit geht mit Liebe Hand in Hand. Es ist nicht notwendig, dass Sie 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr ausschließlich für Ihr Kind da sind. Sie wissen, was es braucht – und Ihre Aufmerksamkeit erlaubt Ihnen das richtige zur rechten Zeit zu tun. 

Aufmerksamkeit kann ängstlichen Kindern helfen positiver durch das Leben zu gehen. Dabei ist es ausreichend einen Waldspaziergang zu machen. Wie Sie dabei achtsam sein können? 

„Achtsamkeit macht ängstliche Kinder sicher.“

Lehnen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind an einen Baumstamm. Sehen sie nach oben in den Himmel und genießen sie das Blau, die Wolken, den Geruch. Fragen Sie Ihr Kind, was es riecht, sieht, hört. Bitten Sie es leise und achtsam mit Ihnen zu sprechen, damit die Lebewesen im Wald sich nicht gestört fühlen. 

Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf – was versteckt sich hinter dem Gebüsch? Ein Eichhörnchen, eine Elfenfamilie, ein Zwerg? Verknüpfen Sie die natürliche Neugierde mit positivem Feedback – halten Sie Ihr Kind fest, stützen Sie seinen Rücken. Und erleben Sie das positive Gefühl von Wärme und Geborgenheit, das sie beide durchfließt.

Achtsamkeit kann auch sein mit dem Kind durch das Haus oder die Wohnung zu gehen und zu prüfen, ob etwas gefährlich ist oder repariert werden muss. Wie es Dr. Thomas Müller in einem Vortrag ausdrückt: „Mit der Gabe des Antizipierens schützen Sie Ihr Kind vor Burnout.“ 

Stellen Sie sich vor, Maya und Sie gehen durch das Haus. Sie haben Sie gebeten Ihnen zu helfen und zu gucken, wo es gefährliche Situationen gibt. Maya stellt fest, dass unter dem Teppich die Rutschmatte fehlt oder ein Nagel im Türrahmen hervorsteht. Sie weiß, dass dies zu Verletzungen führen kann. Sie loben Sie für diese Aufmerksamkeit. Was glauben Sie, wie Maya sich fühlt? Bestens? Genau!

Die einfachste Möglichkeit aufmerksam zu sein ist den Namen Ihres Kindes zu benutzen. „Guten Morgen, Sarah, hast Du gut geschlafen?“ „Jan, wie schön, dass Du zu Hause bist. Wie war Dein Tag?“

Wachstum – gemeinsam sind wird stärker

Erziehung ist Verwandlung, man könnte auch sagen Erziehung ist therapeutisch. Denn wir lernen an unseren Kindern. Das ist die Chance unseres Lebens die beste Version von uns selbst zu sein. Und was auch immer geschehen ist, ist jetzt nebensächlich, denn dieses kleine Wesen braucht Sie. Es braucht uns so sehr, vertraut uns absolut und will von uns lernen, von uns angeleitet, vor allem aber geliebt werden.

„Kleine Aufgaben formen große Meister!“

Damit Ihr Kind wachsen kann, geben Sie ihm Verantwortung. Kleine Aufgaben, die regelmäßig zu erfüllen sind. Ab dem Alter von ca. 2 Jahren kann ihr Kind mithelfen. Achten Sie dabei darauf, was die Vorlieben von Julia oder Mario sind. Ihre Zweijährige liebt Servietten? Dann soll sie das Serviettenausteilen beim Tischdecken übernehmen. Spielerisch Aufgaben zu verteilen stärkt den familiären Zusammenhalt. Schreiben Sie alles auf, machen Sie einen Familienkonferenz und entscheiden Sie gemeinsam, wer was wann macht. Maulen und meckern gehört in der Routine dann dazu – – doch bleiben Sie stark, denn Ihre Kids machen lediglich ihren Job: sie testen, ob Sie zu Ihrem Wort stehen – und damit prüfen sie, ob Sie der sichere Hafen sind den Kinder brauchen. 

Foto http://imgur.com/gallery/wxaoGgW 

Grenzen & Hierarchie – wie kleine Ritter zu großen Königen werden

Es geht nicht um Frieden – es geht darum gemeinsam zu wachsen, voneinander zu lernen und sich gemeinsam zu entwickeln. Wir alle lernen und sind ständig gefordert ein noch schönerer Schmetterling zu werden. Wie die kleine Raupe Nimmersatt oder das Ich bin Ich streifen wir durch die Welt um noch strahlendere Individuen zu werden. 

Kinder brauchen dazu Grenzen und klare Hierarchien. Eine 5-jährige kann noch nicht entscheiden, ob sie im Sommerkleidchen oder in warmen Sachen in die Kälte geht. Sie kann sehr wohl entscheiden, welchen warmen Pulli sie heute tragen will. 

Und auch wenn sie mit 10 manchmal schon aussehen wie Erwachsene, sind es immer noch Kinder. Geben Sie Ihnen den Schutz und die Anleitung, die Ihnen wahrhaft gerecht wird. Ihre Intuition leitet Sie dabei besser an als medial vermittelte Wahrheiten. Wer kennt Ihr Kind besser als Sie?

„Medien traumatisieren. Schützen Sie Ihr Kind vor Konsequenzen, die es nicht erkennen kann!“

Sie tun Ihrem Kind damit einen großen Gefallen. Sie verhelfen ihm zu vielen Momenten in denen es sich gut und kompetent fühlt. Wenn Sie Lara helfen Ihre Turnklasse zu genießen, Spaß daran zu haben, wird sich die Lebensfreude in andere Bereiche ausdehnen. Fördern Sie Michaels Talente und freuen Sie sich daran, wie sehr er in seiner Gesamtheit erblüht. 

Spiel – der gemeinsame Nenner, der alles durchdringt

Ihr Kind fühlt sich wertgeschätzt wenn Sie mit ihm spielen. Lassen Sie Ihre Tochter oder Ihren Sohn das Spiel beginnen. So fühlt sich ihr Kind bestätigt – denn Papa mag, was ich mag. Und Mama findet es auch toll. Ich bin toll. 

Und wenn Sophie zum 70. Mal das Gleiche Buch lesen will? Und Johannes zum 25. Mal mit den Bauklötzen spielen will? Dann wird es Zeit kreativ das Ruder an sich zu ziehen. Wenn Sie dem Buch, das Sie bereits zum x-ten Mal lesen, eine individuelle Note verleihen, gewinnen alle. Sie lesen den Grüffelo? Dann fragen Sie Julian und Sarah doch, was sie täten, wenn der Grüffelo vor der Türe stünde. Oder wie wohl das Mittagessen des Grüffelo war, wie seine Oma aussieht und wer ihm seine Post vorbei bringt. Oder testen Sie das lustige Grüffelo Schattenspiel – Sie werden sich zerkugeln vor Lachen.

Und Johannes und seine Bauklötze? Kennen Sie schon … Die Siedler von Catan? Oder den Limes? Die gelbe Mauer? Und wie wäre es wohl mit Lego am Mars zu spielen? 

„Lieben, leiten, leben lassen – das Dreibein guter Erziehung.“

(c) Dr. Verena Radlingmayr, sie schreibt, hildt, und inspiriert, damit jeder seinem Herzen folgt.

7 Erkenntnisse aus dem HR Bereich für Eltern

“Ich stelle keine Einser-Absolventen mehr ein”, sagte mir kürzlich eine befreundete Personalverantwortliche.

Echt jetzt? Verzeihen Sie den banalen Ausdruck – er soll unterstreichen, wie absurd es doch klingt, dass sehr gute Leistungen, belegt durch Noten und Auszeichnungen, nicht ausreichend sind. Man kennt das auch aus Harvard oder anderen Eliteschulen: die Vergleichbarkeit von Lebensläufen. Es macht keinen Unterschied, wer die Uni besuchen kann, weil es keine Persönlichkeiten mehr gibt. Und gute Leistung in der Schule, gemessen durch PISA, führt schon mal zu abartigen Befreiungsschlägen. In den asiatischen Ländern, weltweit an der Spitze bei schulischen Leistungen, sieht man sich dem Problem gegenüber, dass Kinder, die den Druck satt haben, von Brücken springen. Oder ihre Eltern ermorden, nur um endlich frei zu sein. 

So nicht

Ein jeder kann lernen lernen – ein Wiederkäuen von Antworten, die PISA oder maschinelle Auswertungen leichter machen und Einheitsbrei ermöglichen. Erfolg allerdings, ein Bestehen in einer Gesellschaft, das erfordert so viel mehr als gute Noten. Hirnforscher Gerald Hüther spricht von Potentialentfaltung, Richard David Precht fordert eine andere Art von Schule und Andreas Solcher spricht vom Lehrer als Feind des guten Schülers. 

Wer über längere Zeit Lebensläufe studiert und dann auch noch die Möglichkeit hat, sich ein Bild davon zu machen wer im Leben besteht und wer schnell das Handtuch wird, stellt eine Gemeinsamkeit in den Menschen fest, die ein glückliches Leben führen. Erfolg nicht als messbare Leistung, sondern als Maßstab der eigenen (inneren) Zufriedenheit. 

Ich sehe das bei den jungen Bewerbern, die sich vorstellen. Wenn man die auswendig gelernten Antworten auf erwartete Fragen ausklammern kann, dann entdeckt man des Pudels Kern. eine Wahrheit, die jenseits der Erwartungshaltung der Gesellschaft liegt und aus dem innersten des Selbst eine Wahrheit ist, die ungefiltert zu Tage tritt. 

1. Herz und Hirn

Ein Maßstab ist Freude: woran im Leben hat der Bewerber Freude? Sie entdecken das sehr gut in den Momenten, wo die Fassade fällt und ein Enthusiasmus durchdringt, der sich nicht eindämmen lässt: beim Erzählen vom Kuchenbacken oder dem Wandern auf dem Jakobsweg leuchten die Wangen, die Augen und das Herz. Aber beim Gedanken an Buchhaltung streicht Blässe über die Haut und ein verbissener Ausdruck. 

Was hat jemand getan, wo Wissen und Leidenschaft sich verbunden haben? Ein Kreativitätswettbewerb gewonnen? Den Physikwettbewerb? Oder die Mannschaft zum Sieg geführt? Das ist ein guter Hinweis auf ein wahres Talent. Worin es liegt? Das unterscheidet sich von Fall zu Fall – mal ist es Enthusiasmus, Ehrgeiz, Teamfähigkeit, vorausschauendes Denken, die Fähigkeit Kundenbedürfnisse zu antizipieren…

2. Hürden

Krisen – wir versuchen jede Krise von unseren Kindern fernzuhalten. Ein erfolgreicher Mensch versteht es, eine Herausforderung zu meistern. Haben Sie mehr gelernt, weil Ihnen alles abgenommen wurde? Oder als es mal so richtig schief lief?

3. Sicherheit

Auch interessant ist die Tatsache, dass Menschen mit Liebe und Rückhalt sich besser bewähren als isolierte Einzelgänger. Es ist dabei zu beachten, dass Menschen, die alleine sind, und sich ein festes Netz geschaffen haben, genauso gefestigt sind wie jene die das Glück hatten, in eine stabile Familie hineingeboren wurden. 

Die andere Seite von Sicherheit ist Vertrauen: in sich und andere. Vertrauen in uns und andere erlaubt uns auch so zu sein, wie wir sind und schafft damit wieder die Basis für Individualität und Eifer, Authentizität und die Freude an Herausforderungen. So wie Kinder, die lernen Schuhbänder zu binden und dann wollen sie… mehr, das nächste. Und sind dabei erwartungsfroh.

Und je weniger Eigenverantwortung ein Kind erlernt, umso eher ist es geneigt Druck zu empfinden. Ein wiederkäuen von Antworten, zu wissen, w as ein anderer erwartet ist nicht Empathie und nicht Intelligenz. Es ist lediglich trainiertes Verhalten. Im echten Leben sind die geforderten Kompetenzen andere: man soll das Gelernte auf kreative Weise anwenden, soll die Anforderungen des Kunden erahnen und durch das untypische Verbinden von Wissen neue Lösungen finden. 

4. Kompatible Authentizität

Jemand, der die Charaktereigenschaften hat, die den Anforderungen des Berufs entsprechen, ist begeisterungsfähiger und resilienter als andere. Man ist kompatibel UND authentisch, ein oder führt zu Frust. 

Das stellt Eltern vor ein Dilemma, wenn die Stärken des Sprösslings so anders gelagert sind, als man es von ihm oder ihr erwartet. Was nutzt das Talent mit Holz umzugehen wenn man Primar werden soll?

Meine Erfahrung zeigt, dass jemand, der tut was er kann, was ihr entspricht, immer erfolgreich ist. Weil es etwa gibt, das durch nichts ersetzt werden kann und einen durch jede Krise, jede Härte, jede Niederlage führt – und das kommt nicht von außen, nicht vom Haus, dem Auto, dem Porsche oder der Platinkarte oder der Luis-Vuitton-Tasche. Und dad ist das Innere Feuer, eine Sicherheit, dass man dafür in dieser Welt ist – was auch immer das dafür ist. Und dann lebt man so, wie es einem entspricht. 

Das befähigt einen auch das Notwendige auszuhalten und Unerfreuliches zu meistern. Wir wissen alle, dass das Leben ein Auf und Ab ist. Wer kann in einer sich ständig ändernden Umwelt bestehen? Der, der sich die Neugierde und die freudvolle Erwartung bewahrt. Und das ist mit Sicherheit die Person die tut, was ihr entspricht. 

Alles andere erzeugt Stress, Unglücklichsein und Ablehnung. Die Zahlen zu Depression, Essstörung und Suizid sprechen Bände. 

5. Individualität

Wir fürchten uns vor der Digitalisierung, weil sie uns der Menschlichkeit beraubt. Wir lehnen Maschinen als Ärzte ab, weil sie keine Empathie, kein Feingefühl, keine Erfahrung haben. Dabei sind sie akkurat. Wieso erlauben wir uns dann, unsere Individualität aufzugeben? Der beste Weg: Ich-sein.

6. Verantwortung

Das gute Gefühl etwas geschafft zu haben nährt uns, ermutigt uns. Der Wert eines Menschen entsteht nicht durch seine Leistung. Seine Leistung und die Anerkennung der solchen stärkt das vertrauen in sich selbst und die Welt. Ein wesentlicher Schlüssel zu Erfolg.

7. Konzept

Ein Konzept von sich und dem, was man hinterlassen möchte in der Welt, wie man diese Welt betreten will, die alltägliche Bühne nimmt. Was sind meine Werte, wofür stehe ich? Was will ich? Das sind die Fragen, die man sich nicht erst mit 40 oder in einer Lebenskrise stellen soll. Da kommt auch das Konzept des übergeordneten Ganzen, dem man vertraut.  

Das soll jetzt nicht den Druck erhöhen, um ihr Kind noch mehr Anforderungen auszusetzen. Ganz im Gegenteil – es soll Gelassenheit geben, da Gelassenheit die Entfaltung des eigenen Potentials ermöglicht. Wir haben es in der Hand, das Buch umzuschreiben, indem wir Kindern erlauben ihr Potential zu entfalten. Ihnen die Fähigkeit der Anitizipation beibringen, sie weder unter- noch überfordern. Und indem wir sie lieben, bedingungslos. 

Aus der Berufswelt und der Erfahrung erfolgreicher Menschen ist es eindeutig: das sind Zutaten für Erfolg.